BP, Total, PetroChina…Zahlreiche Energieriesen haben im ersten Quartal mit stark sinkenden Einnahmen zu kämpfen.
Die Gewinne der Ölkonzerne sind im ersten Quartal wegen des niedrigen Ölpreises stark eingebrochen. Beim britischen Ölriesen BP ging der Nettogewinn von Januar bis März um 26 Prozent zurück, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Unterm Strich verdiente der Konzern 2,39 Milliarden Euro. Ein Barrel Öl (159 Liter) hatte im ersten Quartal 2014 noch 108 Dollar gekostet, im ersten Quartal 2015 waren es nur noch 54 Dollar. Der französische Ölkonzern Total verbuchte deshalb einen Rückgang des Nettogewinns um 20 Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Neben dem Ölpreisverfall waren aber auch Abschreibungen auf Anlagen in den beiden Krisenländern Jemen und Libyen für den Gewinnrückgang verantwortlich, wie Total in Paris mitteilte. Im Jemen wurde die Flüssiggasanlage, an der Total zu 40 Prozent beteiligt ist, Anfang April wegen der Kämpfe geschlossen. In Libyen wurde die Förderung an allen Anlagen, an denen Total beteiligt ist, bereits im Februar ausgesetzt.
Der chinesische Ölriese PetroChina musste wegen des Ölpreisverfalls sogar einen Gewinneinbruch von 82 Prozent verzeichnen. Nach einem Nettogewinn von 34,25 Milliarden Yuan (5,1 Milliarden Euro) im ersten Quartal 2014 verdiente PetroChina in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur 6,15 Milliarden Yuan, wie das Unternehmen am Montagabend in Hongkong mitteilte.