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Weltklimakonferenz und finanzielle Herausforderungen für den deutschen Kohleausstieg

           
Weltklimakonferenz

Am 17. November endete die Weltklimakonferenz in Bonn mit der Verkündung über den offiziellen Kohleausstieg in Form einer globalen Allianz. Die deutsche Regierung ist jetzt am Zug die Pläne zu verwirklichen, doch die Frage ist, inwiefern diese umsetzbar sind und unter welchen Kosten?

Das Ziel der Minderung von Gasemissionen und die allgemeine Verbesserung der Luftqualität und Umwelt wurde mit einer neuen Allianz bekräftigt. Kanada und die UK haben sich zusammen mit weiteren 18 Staaten für den Kohleausstieg bis 2030 entschieden. Der Sachverhalt ist klar, dass auch Deutschland von einem solchen Ausstieg profitieren sollte, doch die Frage ist, wie der Weg bis dahin aussehen mag und welche Maßnahmen dafür benötigt werden?

Deutschland ist im Vergleich zur Konkurrenz deutlich im Nachteil, denn ihm fehlt die Atomkraft. Langfristige Klimaziele könnten nur dann erreicht werden, wenn alle Wirtschaftssektoren auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Als Folge der allgemeinen Bemühungen für Klimaziele müsste die Kapazität der Windkraft- und Photovoltaikanlagen auf ein Fünf- bis Siebenfaches anwachsen, so in einer Untersuchung der Wissenschaftsakademien Leopoldina, Acatech und Union. Eine solche Umstellung fordert weitere Investitionen in diesen Sektor.

Die Konsequenz solcher Bemühungen könnten steigende Energiekosten für den Endverbraucher sein. Obwohl Deutschland der EEG-Umlage für 2018 das erste Mal seit 2015 etwas gelassener entgegensieht, sind es andere Abgaben, die dem Verbraucher am Ende des Tages immer noch deftig auf der Tasche liegen werden. Die Reduzierung von etwa 1,3% wird sich in nur wenigen Euro manifestieren und die zukünftigen Kosten für die CO2-Minderung werden erst noch kommen. Nach Berechnungen der Wissenschaftler liegen diese für ein Reduktionsziel von 70 – 85% bei CO-Emissionen gegenüber 1990 bei 1000-2000 Milliarden Euro. Dies betrüge auf die nächsten 33 Jahre heruntergebrochen ganze 1-2% des Bruttoinlandsproduktes.

Was im Endeffekt bedeuten sollte, dass Deutschland die Ergebnisse der deutschen Hochkonjunktur im Rahmen der Umsetzung von hochgestochenen Klimazielen vielleicht sogar überschätzt hat. Für den Otto Normalverbraucher heißt es aber vor oder nach der Weltklimakonferenz Abwarten und Tee trinken.

 

Geschrieben von – Selma Fetic
Quelle – www.netztransparenz.de, www.faz.net, www.spiegel.de, app.wiwo.de

 


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